Die Nuur-Moschee zwischen hohen Bäumen in Frankfurt-Sachsenhausen

Der Ort von Moschee im Dialog

Die erste Moschee Frankfurts. Ein Ort der Begegnung.

Seit 1959 steht die Nuur-Moschee für Gebet, Gemeinschaft und offene Türen. Heute ist sie zugleich der Ort, an dem „Moschee im Dialog“ Menschen und Perspektiven zusammenbringt.

1959Eröffnung in Frankfurt-Sachsenhausen

Moschee des Lichts

Die erste Moschee Frankfurts – und bis heute ein Haus der Begegnung.

„Nuur“ bedeutet Licht. Der Name passt zu einem Ort, der seit Jahrzehnten sichtbar macht, dass religiöse Identität und gesellschaftliche Offenheit zusammengehören können.

Die 1959 eröffnete Moschee liegt an der Babenhäuser Landstraße in Sachsenhausen. Sie war über viele Jahre der prägende sichtbare muslimische Sakralbau der Stadt und wurde zu einem Treffpunkt für Gebet, Bildung, Begegnung und interreligiösen Austausch.

Für „Moschee im Dialog“ ist diese Geschichte kein dekorativer Hintergrund. Sie ist der Ausgangspunkt: Die erste Moschee Frankfurts öffnet ihre Türen als öffentlicher Gesprächsraum – für Dialog, Begegnung und unterschiedliche Perspektiven.

Eine Frankfurter Geschichte

Vom Grundstein zum Dialograum.

Vier Stationen zeigen, wie aus einem kleinen Gotteshaus ein geschichtsträchtiger Ort gesellschaftlicher Begegnung wurde.

  1. 1957
    Der Grundstein

    Sir Muhammad Zafrulla Khan legt den Grundstein für den Moscheebau in Sachsenhausen.

  2. 1959
    Die Eröffnung

    Am 12. September öffnet die erste Moschee Frankfurts ihre Türen.

  3. 1966
    Ein weltbekannter Gast

    Muhammad Ali betet hier vor seinem Kampf im Frankfurter Waldstadion.

  4. Heute
    Offene Türen

    Dialogaktionen, interreligiöse Begegnungen und der Tag der offenen Moschee führen die Geschichte fort.

Prominente Momente

Menschen, die Teil der Geschichte dieses Ortes wurden.

Die Nuur-Moschee hat Persönlichkeiten aus Religion, Politik, Gesellschaft und Sport empfangen. Drei Namen stehen exemplarisch für ihre besondere Geschichte.

01

Diplomat und Jurist

Sir Muhammad Zafrulla Khan

Er legte 1957 den Grundstein und eröffnete die Moschee am 12. September 1959. Damit begann ein neues Kapitel muslimischen Lebens in Frankfurt.

02

Boxweltmeister und globale Ikone

Muhammad Ali

Vor seinem Frankfurter Kampf gegen Karl Mildenberger suchte Muhammad Ali 1966 die Nuur-Moschee zum Gebet auf – ein Moment, der bis heute zur Erinnerung des Ortes gehört.

03

Geistliches Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat

Mirza Masroor Ahmad

Zum 50-jährigen Jubiläum 2009 kam er nach Frankfurt. Der Festakt führte Gäste aus Politik, Kultur und verschiedenen Religionsgemeinschaften zusammen.

Der schlichte Gebetsraum der Nuur-MoscheeDer Gebetsraum der Nuur-Moschee

Warum genau hier?

Weil Dialog anders wird, wenn Begegnung konkret wird.

Wer eine Moschee bisher nur aus Debatten kennt, erlebt sie hier als realen Ort: überschaubar, nahbar und offen für Fragen. Das verändert den Ton des Gesprächs.

  • Geschichte wird Gegenwart.Die erste Moschee Frankfurts verbindet ihre Geschichte mit den Fragen von heute.
  • Distanz wird Begegnung.Menschen betreten einen Raum, den viele bisher nur von außen kannten.
  • Unterschied wird Gespräch.Religiöse, säkulare, politische und wissenschaftliche Perspektiven erhalten denselben Raum.